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Gedenkstein Carl Correns
Gedenkstein Carl Correns
NameRelief

Gedenkstein Carl Correns

Künstler*in deutsch, 1900 - 1991
Date1938
DescriptionErnst Yelin, ein Bildhauer aus einer Künstlerfamilie machte sich vor allem durch seine Kriegerdenkmäler einen Namen. In der Zeit des Nationalsozialismus und von den Nationalsozialisten eingeweiht, schuf er einen Gedenkstein, mit welchem an den Botaniker und Genetiker Carl Correns (1864–1933) erinnert wird. Die steingraue Stele wirkt unscheinbar, so dass die meisten Menschen im Alten Botanischen Garten daran wohl vorbeigehen. Doch ein Nähertreten und Schauen lohnt.

Carl Correns forschte und lehrte an verschiedenen Hochschulen. Während seiner Tübinger Zeit als Privatdozent um 1900 entdeckte er durch Kreuzungen von Pflanzen die „Mendelschen Regeln“ wieder. Er gilt als Mitbegründer der modernen, experimentellen Vererbungsforschung. Den Nationalsozialisten kamen seine genetischen Forschungen sehr gelegen. Herausgestellt wurde im „Stuttgarter NS-Kurier“, dass Correns der „Wegbereiter jener erbbiologischen Gesinnung [war], die von Tübingen ausging, […] [und der] die Wissenschaftsgeschichte der Landesuniversität, ohne es zu wollen, entscheidend mitbestimmt hat.“ Hochrangige Nationalsozialisten, wie der Leiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP (APA) Alfred Rosenberg (1892/1893–1946), sahen in dem Forscher Correns einen Pionier der Rassenlehre. Es wurden „reichsweit“ Straßen und Plätze nach Correns benannt, so auch in Tübingen, eine Straße im Stadtteil Schönblick.

Am 22. September 1938 fand im Anschluss an die 95. Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) in Stuttgart und im Rahmen der Mitgliederversammlung des Deutschen-Biologen-Verbandes in Tübingen eine gemeinsame universitäre Gedenkfeier zur Einweihung des Gedenksteins im Botanischen Garten statt. An den Kosten für den Stein beteiligte sich die Stadt ebenso wie die Universität, die naturwissenschaftliche und die medizinische Fakultät.

Standort: Alter Botanischer Garten, Am Stadtgraben 2, Tübingen
DimensionsH x B x T: 171 × 55 × 20 cm
MediumMuschelkalk auf grauen Bodensockel
Object numberMUT-Sg-110
Exhibitions
Büste von Paul Linser
Primary Maker: Ulfert Janssen
1941
Gedenkstatue von Friedrich Hölderlin
Primary Maker: Emmerich Andresen
vor 1873
Büste von Hölderlin
Primary Maker: Adolf Wamper
1943
Epitaph für Fritz von der Schulenburg
Primary Maker: Georg Müller
nach 30. Jan. 1613
Hermenbüste von Johann Wolfgang von Goethe
Primary Maker: Gustav Adolf Bredow
vor 1932
Epitaph für Jakob Beurlin
Primary Maker: Hans Schickhardt
nach 1561
Gralsucher / Searcher of the Holy Grail
Primary Maker: Anne-Katrin Altwein
2002
Anorthoskop
Primary Maker: Joseph Antoine Ferdinand Plateau
2007
Die Woge
Primary Maker: Jakob Wilhelm Fehrle
1961
Perspektomat P-40
eventuell 1965 (Quelle: Werbung Zeitschrift: Geographica Helvetica)
Reliefbildnis Otto Oertel
Primary Maker: Rudolf Stocker
1936
Epitaph für Andreas Laubmaier und Ehefrau Barbara
Primary Maker: Christoph Jelin
nach 19. August 1604
Hermenbüste des Königs Wilhelm I. von Württemberg
Primary Maker: Theodor Wagner
1860/ 1861
"weg"
Primary Maker: Elisabeth Wagner
1995
Abguss der Büste von Oswald Schmiedeberg
Primary Maker: Carl Ludwig Seffner
nach 1957