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Gedichtstein mit Kasuga-Steinlaterne für Erwin Bälz
Gedichtstein mit Kasuga-Steinlaterne für Erwin Bälz
NameStein

Gedichtstein mit Kasuga-Steinlaterne für Erwin Bälz

Date1977
DescriptionDie japanischen Schriftzeichen „Kimi ni yorite | Nihon-Igaku no | Hana hiraku“ stehen auf einem schlichten Naturstein, der auf der Wiese vor dem Casino der Tübinger Universitätsklinik im Mai 1977 zur Aufstellung kam. Es handelt sich hier um ein traditionelles Haiku-Gedicht, das mit „Erwin Bälz, Du hast die japanische Medizin zu ihrer ersten Blüte erweckt“ übersetzt ist. Der Verfasser dieses Textes war der in Japan bekannte Haiku-Dichter Mizuhara Shūōshi (1892–1981). Er studierte Medizin an der Kaiserlichen Universität Tokio, wo er als Student von ehemaligen Schülern des Professors Erwin Bälz (1849–1913) unterrichtet wurde.
Erwin Bälz begann im Jahr 1866 sein Medizinstudium in Tübingen. Im Jahr 1876 erhielt er als sogenannter Kontraktausländer in der Zeit der Meiji-Restauration einen Ruf an die Medizinische Hochschule nach Tokio, die 1877 in die neugegründete Universität Tokio integriert wurde. Fast 30 Jahre lang lehrte er Innere Medizin, Gynäkologie, Geburtshilfe, Psychiatrie und Medizingeschichte.
Rund 800 Japaner studierten bei ihm, so dass man in ihm zurecht einen Brückenbauer zwischen Deutschland und Japan sieht. Sein Einsatz für das Gesundheitssystem und die Kaiserfamilie brachte Bälz zahlreiche Ehrungen ein; im Jahr 1905 sogar den japanischen „Orden der Aufgehenden Sonne“ und bei seiner Rückkehr nach Stuttgart die Nobilitierung durch den „Orden der Württembergischen Krone“. Neben dem Haiku-Gedichtstein auf der Rasenfläche vor dem Casino der Tübinger Klinik befindet sich eine Kasuga-Steinlaterne, die sich stilistisch am Shintō-Schrein Kasuga Taisha in Nara orientiert. Diese Kombination aus Haiku-Gedichtschrein und Steinlaterne dient in Japan dem Gedenken der Ahnen.


Schenkung der Internationalen Medizinischen Gesellschaft Japans.

Standort: Casino Universitätsklinikum, Otfried-Müller-Straße 6.
DimensionsH x B x T (Haiku-Gedichtstein): 135 × 175 × 75 cm
H x B x T (Steinlaterne): 230 × 90 × 90 cm
MediumNaturstein
Object numberUKT-Sg-4
Exhibitions
Relief mit Bildnis von Ernst Koken
Primary Maker: Wilhelm Schmid
1913
Büste von Carl Heinrich von Weizsäcker
Primary Maker: Adolf von Donndorf
1893
Epitaph für Jakob Schegk
Primary Maker: Christoph Jelin
nach 9. Mai 1587
Büste des Sixt Jacob von Kapff
Primary Maker: Theodor Wagner
1830
Hermenbüste des Königs Wilhelm I. von Württemberg
Primary Maker: Theodor Wagner
1860/ 1861
Bildnis des Ernst von Sieglin
Primary Maker: Karl August Donndorf
1929
Bildnachweis: Graphische Sammlung am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen
Primary Maker: Heinrich Leibnitz
1845
Epitaph für Jakob Beurlin
Primary Maker: Hans Schickhardt
nach 1561
Gralsucher / Searcher of the Holy Grail
Primary Maker: Anne-Katrin Altwein
2002
Büste von Walther Gebhardt
Primary Maker: Rudolf Daudert
1972
Anorthoskop
Primary Maker: Joseph Antoine Ferdinand Plateau
2007
Pi Chacán
Primary Maker: Fernando de la Jara
2001
Büste von Paul Linser
Primary Maker: Ulfert Janssen
1941