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Abguss der Büste von Oswald Schmiedeberg
Abguss der Büste von Oswald Schmiedeberg
NameBüste

Abguss der Büste von Oswald Schmiedeberg

Künstler*in deutsch, 1861 - 1932, Leipzig
Datenach 1957
DescriptionOswald Schmiedeberg (1838–1921) und sein akademischer Lehrer Rudolf Buchheim (1820–1879) gelten als Begründer der Pharmakologie als einem selbständigen medizinischen Fach. In Straßburg gehörte Carl Jacobj (1857–1944) zu Schmiedebergs ersten Schülern. 1908 hielt er seine Antrittsrede als Professor der Pharmakologie in Tübingen und ließ am neugegründeten Pharmakologischen Institut der Universität vor dem „Saal für praktische Übungen“ auch eine Büste Schmiedebergs aufstellen. Gestiftet hatte sie ein Doktorand Jacobjs, Max Salzmann (1886–1915), der laut Aufschrift auf dem Sockel 1915 im Krieg gefallen ist. Heutiger Aufstellungsort der Büste ist der Lothar-Meyer-Bau, der Ende der 1950er-Jahre erbaut wurde und heute unter anderem das Institut für Pharmakologie und Toxikologie beherbergt. Die Büste Schmiedebergs ist bis zu den Armansätzen ausgeführt und zeigt den Dargestellten mit halblangem Bart und kurzem, gescheiteltem Haar. Er wendet den Kopf etwas nach rechts und blickt in die Ferne. Die Büste wurde – als Abguss vermutlich mit Kunstharz – nach dem Bronzeoriginal des Leipziger Bildhauers Carl Ludwig Seffner (1861–1932) geschaffen. Die Bronze ist heute im Hörsaal des „Otto Krayer-Hauses“, dem Pharmakologisch-Pharmazeutischen Institut der Universität Freiburg zu sehen. Ursprünglich war die Büste für die Universität Straßburg ausgeführt worden, kam nach dem Ersten Weltkrieg jedoch nach Tübingen und gelangte schließlich durch den Pharmakologen Walther Straub (1874–1944) nach Freiburg. Straub hatte eben falls bei Schmiedeberg studiert und leitete ab 1907 das neu gegründete Pharmakologische Institut der Universität Freiburg. Sowohl der Anlass als auch der Zeitpunkt zu dem der Tübinger Abguss angekauft wurde, bleiben ungeklärt.


Standort: Lothar-Meyer-Bau, Wilhelmstraße 56
DimensionsH x B x T (Büste): 49 × 50 × 25 cm
H x B x T (Sockel): 120 × 60 × 35 cm
MediumKunstharz (?) (Büste); Kunststoff (Sockel)
Object numberMUT-Sg-1
Exhibitions
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vor 1932
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1941
Plateosaurus engelhardti
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1932
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2009
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2. Hälfte 19. Jh.
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