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Die Bronze des „Gralsuchers“ positionierte man im Jahr 2011 auf der Freifläche zwischen Hegelbau und Universitätsbibliothek anlässlich der Wiedereröffnung des Umbaus der Bibliothek. Hier steht die Skulptur zumeist einsam, abseits der studentischen Ströme: Hoch ragt die hagere, graue Gestalt, lang streckt sich das Pferd. Der müde, abgekämpfte Eindruck des Reiters wird durch die graue und raue Oberfläche der Bronzestatue noch verstärkt. In dieser traurigen Gestalt eines Ritters mit Lanze auf seiner dürren Mähre sieht man – nolens volens – immer auch die tragische Figur des Don Quichotte. Er ist der klassische Anti-Held, das Gegenbild zum jungen, strahlenden und erfolgreichen Gralsucher Galahad der Artussage. Auch wenn beide aufgrund ihrer inneren Bestimmung in die Welt ziehen, so gehen wir heute doch eher mit Don Quichotte. In seinem Scheitern tritt deutlich der Widerspruch zwischen Realität und Wunschbild hervor. Sein Kampf gegen die Windmühlen – statt gegen die Riesen – wurde in seiner Vergeblichkeit sprichwörtlich. Auch wir fühlen uns nur allzu oft im Alltagskampf überfordert und fragen nach dem Sinn unseres Tuns.
Standort: Eberhard-Karls- Universität Tübingen, Wilhelmstraße 36, Garten zwischen Hegelbau & Universitätsbibliothek
NameSkulptur
Gralsucher / Searcher of the Holy Grail
DepartmentExterne Sammlungen
Künstler*in
Anne-Katrin Altwein
deutsch, geboren 1960
Date2002
DescriptionAnne-Katrin Altwein (*1960) schloss 1984 ihr Diplom an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle ab. Seit über 20 Jahren arbeitet sie als freie Künstlerin in Weimar. Das Werk „Gralsucher“ wurde durch den Tübinger Unternehmer und Mäzen Bernhard Bruscha erworben und im Jahr 2013 der Universität als Dauerleihgabe übergeben. Das gleiche Werk – ein zweiter Bronzeguss – steht vor dem Polizeipräsidium im thüringischen Apolda, wo Altwein die öffentliche Ausschreibung gewann.Die Bronze des „Gralsuchers“ positionierte man im Jahr 2011 auf der Freifläche zwischen Hegelbau und Universitätsbibliothek anlässlich der Wiedereröffnung des Umbaus der Bibliothek. Hier steht die Skulptur zumeist einsam, abseits der studentischen Ströme: Hoch ragt die hagere, graue Gestalt, lang streckt sich das Pferd. Der müde, abgekämpfte Eindruck des Reiters wird durch die graue und raue Oberfläche der Bronzestatue noch verstärkt. In dieser traurigen Gestalt eines Ritters mit Lanze auf seiner dürren Mähre sieht man – nolens volens – immer auch die tragische Figur des Don Quichotte. Er ist der klassische Anti-Held, das Gegenbild zum jungen, strahlenden und erfolgreichen Gralsucher Galahad der Artussage. Auch wenn beide aufgrund ihrer inneren Bestimmung in die Welt ziehen, so gehen wir heute doch eher mit Don Quichotte. In seinem Scheitern tritt deutlich der Widerspruch zwischen Realität und Wunschbild hervor. Sein Kampf gegen die Windmühlen – statt gegen die Riesen – wurde in seiner Vergeblichkeit sprichwörtlich. Auch wir fühlen uns nur allzu oft im Alltagskampf überfordert und fragen nach dem Sinn unseres Tuns.
Standort: Eberhard-Karls- Universität Tübingen, Wilhelmstraße 36, Garten zwischen Hegelbau & Universitätsbibliothek
DimensionsH x B x T: 245 × 420 × 80 cm
MediumBronzeguss
Object numberVBA-Sg-12
Exhibitions
um 1850
2002
nach 7. Jan. 1590
um 1960
eventuell 1965 (Quelle: Werbung Zeitschrift: Geographica Helvetica)
Primary Maker: Christoph Jelin
nach 19. August 1604
1968
Primary Maker: Glaswerkstätten Straßburg
1. Hälfte 1. Jh. v. Chr.