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Die Hermenbüste ist mit einer Höhe von 73 cm überlebensgroß. Sie zeigt den Dichter gemäß seiner Darstellungstradition als älteren, kurzhaarigen und bartlosen Mann. Das Kinn des Dichters ist leicht gehoben und sein Blick in die Ferne gerichtet. Schultern und Brust, die nahtlos in den Sockel übergehen, sind unbekleidet. Bredow orientierte sich mit seiner Skulptur an bekannten Vorbildern, wie beispielsweise Goethes Lebendmaske, 1807 von Carl Gottlieb Weisser (1779–1815) angefertigt, oder dem Weimarer Goethe Schiller-Denkmal, 1857 von Ernst Rietschel (1804–1861). Gustav Adolf Bredow war ein deutscher Bildhauer und Medailleur. Er erhielt seine Ausbildung ab 1892 an der Kunstakademie Düsseldorf und in verschiedenen Ateliers und Werkstätten, bevor er sich 1897 in Stuttgart niederließ. In der NS-Zeit fand er große Anerkennung und Aufnahme in Hitlers „Gottbegnadeten-Liste“. Sakrale Plastik und Kunst für den öffentlichen Raum bildeten den größten Teil seines Œuvres.
Die Bezeichnung als Herme leitet sich von ihrem Gebrauch ab: oft zierten solche Skulpturen als Kultmale für Hermes, den Gott der Reisenden, Wege und Kreuzungen. Die Goethebüste flankiert gemeinsam mit ihrem Pendant, einer Hermenbüste von Schiller, das Tor ins Innerste des Gebäudes, das Studierende auf ihrem Weg zum Wissen zu durchschreiten haben und erinnern einen jeden, nach kulturellen Idealen zu streben.
Standort: Geschwister-Scholl-Platz, Neue Aula, EG, Pfeilerhalle, nördliches Schiff, Stirnseite.
NameBüste
Hermenbüste von Johann Wolfgang von Goethe
DepartmentSkulpturensammlung der Universität
Künstler*in
Gustav Adolf Bredow
deutsch, 1875 - 1950
Datevor 1932
DescriptionGeschaffen wurde die Büste von dem Stuttgarter Bildhauer Prof. Gustaf Adolf Bredow (18759–1950). Finanziert wurde sie durch Spenden des Industriemanagers Dr. Paul Reusch (1868–1956), der sie in der Folge der Neueröffnung der Neuen Aula im Jahr 1931 im Mai 1932 stiftete.Die Hermenbüste ist mit einer Höhe von 73 cm überlebensgroß. Sie zeigt den Dichter gemäß seiner Darstellungstradition als älteren, kurzhaarigen und bartlosen Mann. Das Kinn des Dichters ist leicht gehoben und sein Blick in die Ferne gerichtet. Schultern und Brust, die nahtlos in den Sockel übergehen, sind unbekleidet. Bredow orientierte sich mit seiner Skulptur an bekannten Vorbildern, wie beispielsweise Goethes Lebendmaske, 1807 von Carl Gottlieb Weisser (1779–1815) angefertigt, oder dem Weimarer Goethe Schiller-Denkmal, 1857 von Ernst Rietschel (1804–1861). Gustav Adolf Bredow war ein deutscher Bildhauer und Medailleur. Er erhielt seine Ausbildung ab 1892 an der Kunstakademie Düsseldorf und in verschiedenen Ateliers und Werkstätten, bevor er sich 1897 in Stuttgart niederließ. In der NS-Zeit fand er große Anerkennung und Aufnahme in Hitlers „Gottbegnadeten-Liste“. Sakrale Plastik und Kunst für den öffentlichen Raum bildeten den größten Teil seines Œuvres.
Die Bezeichnung als Herme leitet sich von ihrem Gebrauch ab: oft zierten solche Skulpturen als Kultmale für Hermes, den Gott der Reisenden, Wege und Kreuzungen. Die Goethebüste flankiert gemeinsam mit ihrem Pendant, einer Hermenbüste von Schiller, das Tor ins Innerste des Gebäudes, das Studierende auf ihrem Weg zum Wissen zu durchschreiten haben und erinnern einen jeden, nach kulturellen Idealen zu streben.
Standort: Geschwister-Scholl-Platz, Neue Aula, EG, Pfeilerhalle, nördliches Schiff, Stirnseite.
DimensionsH x B x T: 235 × 45 × 34 cm
Höhe (Büste): 73 cm
Höhe (Büste): 73 cm
MediumHellbrauner Marmor
Object numberMUT-Sg-20
Exhibitions
330-320 v. Chr. (Original);
trajanisch (Kopie)
Mitte 1. Jh. v. Chr. (Original);
augusteisch (Kopie)
1. Jh. v.Chr.
um 1850
1914