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Während die Fassade des Erweiterungsbaus eine zurückhaltende Bauornamentik aufweist, wurden sowohl die Zugänge als auch der Festsaal durch zahlreiche Stuckarbeiten und prächtige Natursteine in herausragender Weise gestaltet. Für die Ausführungen der Gipsarbeiten im Erweiterungsbau wurden gleich mehrere regionale Firmen hinzugezogen, woran sich das Auftragsvolumen und daraus folgend die erheblichen Kosten erahnen lassen. Für die große Zahl an ornamentalen und figuralen Gipsarbeiten beauftragte Oberbaurat Daiber gleich fünf Stuttgarter Künstler. So stammen die Stuckaturen in der Wandelhalle des Erdgeschosses von Ernst Neumeister (1901–1986), die figuralen Arbeiten in den Haupttreppenhäusern fertigte Emil Hipp (1893–1965) und die umfang reichen Szenen in der Wandelhalle des ersten Stocks, also vor dem Festsaal, schuf Emil Brüllmann (1902–1988). Sein Vater Jakob Brüllmann (1872–1938) führte zusammen mit seinem Sohn Emil die Stuckaturen im kleinen Senats raum aus. Doch längst nicht alle Stuckaturen können einem Künstler eindeutig zugeschrieben werden. Die Arbeiten von Fortunas Enz (tätig von 1900 bis 1931) lassen sich bisher beispielsweise nicht bestimmen. Die Stuckarbeiten in der Wandelhalle vor dem Festsaal unterstreichen durch das ikonographische Programm den Anspruch der Universität, eine Stätte der Bildung und Wissenschaft zu sein.
Standort: Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz
NameRaumgestaltung
Deckenstuck Flur
DepartmentSkulpturensammlung der Universität
Künstler*in
Emil Brüllmann
DescriptionTrotz der Wirtschaftskrise in den Jahren 1928 bis 1931 wurde ein umfangreicher und mit wertvollen Materialien ausgeführter Erweiterungsbau der Neuen Aula realisiert. Die Pläne des Stuttgarter Oberbaurats Hans Daiber (1880–1969) sahen vor, an den vorhandenen Altbau eine neoklassizistische Dreiflügelanlage mit nach Nordwesten geöffnetem Ehrenhof zur Hölderlinstraße hin anzuschließen. Während die Fassade des Erweiterungsbaus eine zurückhaltende Bauornamentik aufweist, wurden sowohl die Zugänge als auch der Festsaal durch zahlreiche Stuckarbeiten und prächtige Natursteine in herausragender Weise gestaltet. Für die Ausführungen der Gipsarbeiten im Erweiterungsbau wurden gleich mehrere regionale Firmen hinzugezogen, woran sich das Auftragsvolumen und daraus folgend die erheblichen Kosten erahnen lassen. Für die große Zahl an ornamentalen und figuralen Gipsarbeiten beauftragte Oberbaurat Daiber gleich fünf Stuttgarter Künstler. So stammen die Stuckaturen in der Wandelhalle des Erdgeschosses von Ernst Neumeister (1901–1986), die figuralen Arbeiten in den Haupttreppenhäusern fertigte Emil Hipp (1893–1965) und die umfang reichen Szenen in der Wandelhalle des ersten Stocks, also vor dem Festsaal, schuf Emil Brüllmann (1902–1988). Sein Vater Jakob Brüllmann (1872–1938) führte zusammen mit seinem Sohn Emil die Stuckaturen im kleinen Senats raum aus. Doch längst nicht alle Stuckaturen können einem Künstler eindeutig zugeschrieben werden. Die Arbeiten von Fortunas Enz (tätig von 1900 bis 1931) lassen sich bisher beispielsweise nicht bestimmen. Die Stuckarbeiten in der Wandelhalle vor dem Festsaal unterstreichen durch das ikonographische Programm den Anspruch der Universität, eine Stätte der Bildung und Wissenschaft zu sein.
Standort: Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz
Object numberMUT-Sg-56
Exhibitions
1998
vor 1933
November/Dezember 1908
Nachkriegsjahre bis 1960er