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Direktor der Universitätsbibliothek Tübingen gewirkt. Bei diesem Werk handelt es sich um eine in Bronze gearbeitete Porträtplastik, die nach dem Kinnansatz abgeschnitten wurde und auf einem runden creme-weißen Steinsockel platziert ist, der wiederum auf einem hölzernen, mit braun-ocker gestreiftem Furnier versehenen Pfeiler steht. Im oberen Drittel des Pfeilers ist eine Scheibe aus schieferähnlichem dunklen Gestein angebracht, die in der oberen Hälfte ein bronzenes Reliefmedaillon mit dem Porträt Gebhardts und darunter die Inschrift „DR. WALTHER GEBHARDT. DIREKTOR DER UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK TÜBINGEN 1959–1972“ in goldener Kapitalisschrift trägt.
Walther Gebhardt hat die Universitätsbibliothek in ganz entscheidenden Jahren ihrer Entwicklung geprägt, sie in den 1960er-Jahren – in denen angesichts einer rapide wachsenden Universität der innere Ausbau der Bibliothek eine drängende Herausforderung war – auf den Weg zu einem modernen Dienstleistungszentrum gebracht. In seine Amtszeit fielen wichtige Meilensteine wie die Erweiterung des Bonatzbau-Magazins (1959–1961), der Neubau des Hauptgebäudes der UB (Bezug 1963), der Übergang von der systematischen Aufstellung der Bestände in die Numerus-Currens-Aufstellung (1961), die Einrichtung der Lehrbuchsammlung und die Gründung des DFG-Sammelschwerpunkts Kriminologie. Besondere Verdienste hat sich
Walther Gebhardt durch die Betreuung des Tübinger Depots der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz – vor allem Handschriften, Musikhandschriften und Nachlässe –, das bis Ende 1968 in der UB Tübingen verwahrt wurde, erworben.
Er wurde für diese Leistung im Jahr 1969 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
Die Porträtplastik wurde vom Bildhauer, Maler und Zeichner Rudolf Daudert (1903–1988) angefertigt, der seine Bronze rückseitig am unteren Rand signierte.
Standort: Universitätsbibliothek Tübingen, Wilhelmstraße 32.
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for Büste von Walther Gebhardt
NameBüste
Büste von Walther Gebhardt
DepartmentSkulpturensammlung der Universität
Künstler*in
Rudolf Daudert
deutsch, 1903 - 1988
Date1972
DescriptionDer in dieser Plastik porträtierte Walther Gebhardt (1906–2003) hat in den Jahren 1959 bis 1972 als leitender Direktor der Universitätsbibliothek Tübingen gewirkt. Bei diesem Werk handelt es sich um eine in Bronze gearbeitete Porträtplastik, die nach dem Kinnansatz abgeschnitten wurde und auf einem runden creme-weißen Steinsockel platziert ist, der wiederum auf einem hölzernen, mit braun-ocker gestreiftem Furnier versehenen Pfeiler steht. Im oberen Drittel des Pfeilers ist eine Scheibe aus schieferähnlichem dunklen Gestein angebracht, die in der oberen Hälfte ein bronzenes Reliefmedaillon mit dem Porträt Gebhardts und darunter die Inschrift „DR. WALTHER GEBHARDT. DIREKTOR DER UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK TÜBINGEN 1959–1972“ in goldener Kapitalisschrift trägt.
Walther Gebhardt hat die Universitätsbibliothek in ganz entscheidenden Jahren ihrer Entwicklung geprägt, sie in den 1960er-Jahren – in denen angesichts einer rapide wachsenden Universität der innere Ausbau der Bibliothek eine drängende Herausforderung war – auf den Weg zu einem modernen Dienstleistungszentrum gebracht. In seine Amtszeit fielen wichtige Meilensteine wie die Erweiterung des Bonatzbau-Magazins (1959–1961), der Neubau des Hauptgebäudes der UB (Bezug 1963), der Übergang von der systematischen Aufstellung der Bestände in die Numerus-Currens-Aufstellung (1961), die Einrichtung der Lehrbuchsammlung und die Gründung des DFG-Sammelschwerpunkts Kriminologie. Besondere Verdienste hat sich
Walther Gebhardt durch die Betreuung des Tübinger Depots der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz – vor allem Handschriften, Musikhandschriften und Nachlässe –, das bis Ende 1968 in der UB Tübingen verwahrt wurde, erworben.
Er wurde für diese Leistung im Jahr 1969 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
Die Porträtplastik wurde vom Bildhauer, Maler und Zeichner Rudolf Daudert (1903–1988) angefertigt, der seine Bronze rückseitig am unteren Rand signierte.
Standort: Universitätsbibliothek Tübingen, Wilhelmstraße 32.
DimensionsH x B x T (Bronze): 37 × 20 × 26 cm
Durchmesser (Steinsockel): 22 cm
Durchmesser (Steinsockel): 22 cm
MediumBronze
Object numberMUT-Sg-7
Exhibitions
1998–1999
Primary Maker: Martin Schilling (Halle, Saale) Verlag
nach 1886
Primary Maker: Martin Schilling (Halle, Saale) Verlag
nach 1886
Primary Maker: Martin Schilling (Halle, Saale) Verlag
nach 1910