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Epitaph des Martin Plantsch
Epitaph des Martin Plantsch

Epitaph des Martin Plantsch

Date1533
DescriptionDie umlaufende Inschrift des Epitaphs lautet:

Eximius vir Martinus Plantsch | sacre theologie professor | stipen dii pauperum S[anctorum] Georgii et Martini coerector | obiit AD 1533 die 18 Mense Julii (Der vortreffliche Martin Plantsch | der heiligen Theologie Professor | des Armenstifts der Heiligen Georg und Martin Mitbegründer | starb im Jahre des Herrn 1533 am 18. Tag des Monats Juli).

Als einzigen Schmuck auf dem schlicht gehaltenen Grabdenkmal sieht man im Zentrum einen in einem Wappenschild stehenden Kelch. Wie in der Sepulkralkunst häufig zu finden, symbolisiert dieser Kelch das Priestertum des Verstorbenen und stellt nicht sein persönliches Wappen dar. Ob der Stein einst als Grabplatte oder Epitaph diente, ist offen.
Martin Plantsch (um 1460–1533) wurde in Dornstetten geboren und besuchte dort vermutlich die städtische Lateinschule, bevor er sich im Januar 1477 an der Universität Heidelberg einschrieb. Nach nur einem Semester wechselte er zum Wintersemester 1477/78 an die gerade neu eröffnete Universität Tübingen. Unmittelbar im Anschluss an das Grundstudium an der Artistenfakultät wird Plantsch sich der Theologie zugewandt haben, zugleich aber kam er der von der Artistenfakultät für ihre Bakkalare und Magister eingeforderten Verpflichtung zur Lehrtätigkeit nach. Zweimal fungierte er als Dekan der Artistenfakultät und im Wintersemester 1489/90 stand er als Rektor an der Spitze der Tübinger Universität.
Gemeinsam mit dem Dekan des Stuttgarter Heilig-Kreuz-Stifts, Georg Hatsesser (um 1445–1518), baute er eine Studienstiftung aus. Ab 1509 half diese bedürftigen Studenten. Zunächst diente ein Gebäudekomplex in der Langen Gasse als Wohnheim für seine Stipendiaten. Nachdem das Wohnheim zu klein geworden war, bezog die Stiftung 1683 das Gebäude in der heutigen Münzgasse 13. Dem sogenannten „Neuen Bau“ übertrug man den alten Namen „Martinianum“ oder auch „Martinsstift“ nach dem Namenspatron der Stiftung.

Standort: "Martinianum", Münzgasse 13
DimensionsH x B x T: 178 × 92 × 18 cm
MediumStein
Object numberVBA-Sg-27
Exhibitions
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Primary Maker: Hans Schickhardt
nach 1561
Historische Chorfenster
Primary Maker: Glaswerkstätten Straßburg
Büste von Carl Heinrich von Weizsäcker
Primary Maker: Adolf von Donndorf
1893
Epitaph für Christian Eberhard Weismann
Primary Maker: Michael Stecher
nach 22. Mai 1747
Epitaph für Gottfried von Öttingen
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nach 23. August 1596
Die sieben Säulen der Weisheit
Primary Maker: Karl-Heinz Knoedler
1956/ 57
Epitaph für Veit Müller
nach 21. Aug. 1626
Perspektomat P-40
eventuell 1965 (Quelle: Werbung Zeitschrift: Geographica Helvetica)
Epitaph für Fritz von der Schulenburg
Primary Maker: Georg Müller
nach 30. Jan. 1613
Tondo mit Halbrelief von August Friedrich Quenstedt
Primary Maker: Georg Emil Rheineck
1893
Epitaph für Christoph Skiel
Primary Maker: Georg Müller
nach 16. Juni 1622/1623
Zeichnungen und Graffiti im Karzer
Primary Maker: Johann Gottfried Schreiber
1736