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Klangskulpturen stehen seit 1989 in Feßmanns künstlerischen und musikalischen Schaffen im Mittelpunkt. Doch wie kann den Steinen ein Klang entlockt werden? Dies ist mit einem aufwendigen Bearbeitungsprozess verbunden. Zunächst werden Körperformen hergestellt, etwa mit einem rechteckigen oder spindelförmigen Querschnitt. In das harte Material werden verschieden lange Lamellen gesägt. Anschließend muss das zukünftige Instrument poliert werden, damit auf ihm gespielt werden kann. Doch um zu spielen, muss der Stein mit Wasser benetzt und die Hände feucht gehalten werden. Durch leichtes Hin- und Herbewegen, vergleichbar mit streicheln, also ganz ohne Druck, werden die Lamellen in Schwingung versetzt, woraus sich Töne bilden.
Wenn auch die akustische Qualität der Klangskulpturen den meisten Besucherinnen und Besuchern wohl verborgen bleibt – denn vermutlich haben hiervon nur wenige Kenntnis – so steht doch für alle die optische Qualität der Skulptur im Raum vor Augen. Für Feßmann liegt vor allem der Gehalt der Klangskulpturen in der Synthese von äußerer Form und innerem Klang. Auch der Titel der Tübinger Arbeit weist auf diese Verbindung von Klang und Stein, von Stein und Skulptur hin, aus dem sich diese Kunstwerke konstituieren. Es mögen nur Stichwörter sein, aber genau diese sind die Signifikanten.
Standort: HNO-Klinik, Elfriede-Aulhorn-Str. 5
NameSkulptur
Klang Skulptur Stein
DepartmentExterne Sammlungen
Künstler*in
Klaus Feßmann
Date2001
DescriptionSeit 2002 zieren das Hörsaalfoyer in der HNO-Klinik drei dunkle Steine. Diese Skulpturengruppe fertigte der Pianist und Bildhauer Klaus Feßmann (*1951). Sein Werk wurde durch die Kunstkommission am 1. März 2000 auf Wunsch der HNO-Leitung ausgewählt. Auf einer runden Holzplatte im Halbrund stehend, ragen die Steine in die Höhe. Der Bildhauer hat hier aus Serpentinit, der poliert und mit Sägeschnitten – so genannten Lamellen – versehen ist, Lithophone, also Klangsteine, gefertigt. Klangsteine haben eine Jahrtausende alte Tradition. In Afrika, Asien und Nordamerika finden sich heute noch prähistorische Lithophone. Lange Zeit waren sie allerdings in Vergessenheit geraten. Wohl erst im 19. Jahrhundert gewannen sie nach und nach im europäischen Raum an Popularität. Klangskulpturen stehen seit 1989 in Feßmanns künstlerischen und musikalischen Schaffen im Mittelpunkt. Doch wie kann den Steinen ein Klang entlockt werden? Dies ist mit einem aufwendigen Bearbeitungsprozess verbunden. Zunächst werden Körperformen hergestellt, etwa mit einem rechteckigen oder spindelförmigen Querschnitt. In das harte Material werden verschieden lange Lamellen gesägt. Anschließend muss das zukünftige Instrument poliert werden, damit auf ihm gespielt werden kann. Doch um zu spielen, muss der Stein mit Wasser benetzt und die Hände feucht gehalten werden. Durch leichtes Hin- und Herbewegen, vergleichbar mit streicheln, also ganz ohne Druck, werden die Lamellen in Schwingung versetzt, woraus sich Töne bilden.
Wenn auch die akustische Qualität der Klangskulpturen den meisten Besucherinnen und Besuchern wohl verborgen bleibt – denn vermutlich haben hiervon nur wenige Kenntnis – so steht doch für alle die optische Qualität der Skulptur im Raum vor Augen. Für Feßmann liegt vor allem der Gehalt der Klangskulpturen in der Synthese von äußerer Form und innerem Klang. Auch der Titel der Tübinger Arbeit weist auf diese Verbindung von Klang und Stein, von Stein und Skulptur hin, aus dem sich diese Kunstwerke konstituieren. Es mögen nur Stichwörter sein, aber genau diese sind die Signifikanten.
Standort: HNO-Klinik, Elfriede-Aulhorn-Str. 5
DimensionsHöhe (Stein 1): 120 cm; Höhe (Stein 2): 94 cm; Höhe (Stein 3): 67 cm; Durchmesser (Holzplatte): 129 cm
MediumSerpentinite
Object numberVBA-Sg-125
Exhibitions
um 1950
1968
ca. 1900