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Die sehr dekorativen, geometrisch-abstrakten Kreisformen der Künstlerin, die sowohl als Grafikerin als auch als Malerin arbeitete, verbinden motivisch und stilistisch mehrere Vorbilder: Zum einen lassen sie an die großen farbigen Kreise der ukrainisch-französischen Malerin des sogenannten Orphischen Kubismus, Sonja Delaunay (1885 1979), aus den späten 1910er und frühen 1920er-Jahre denken. Zum anderen rufen sie die zur Erbauungszeit der Mensa sehr aktuelle Signalkunst der Pop Art der 1960er-Jahre auf, so etwa die Kreisformen der „Protractor Series“ von Frank Stella (*1936). In ihrer geometrischen Abzirkelung und ihrer überaus logischen, mathematisch exakten Konstruktion erinnern die Formen aber auch an die dreidimensionalen, aus geometrischen Berechnungen hervorgegangenen Skulpturen eines Max Bill (1908–1994) und an die spätere Konzeptkunst.
Standort: Mensa I, Wilhelmstraße 13/15
NameWandgestaltung
Ohne Titel (Kreisformen)
DepartmentExterne Sammlungen
Künstler*in
Dagmar Schöning
deutsch, geboren 1941
Date1966-1968
DescriptionViele studentische Generationen wurden durch das monumentale Wandgemälde mit Kreisformen der Berliner Künstlerin Dagmar Schöning (*1941) im großen Speisesaal der Tübinger Universitäts-Hauptmensa ästhetisch begleitet. Diese Formen bestimmten neben den großen charakteristischen Glasfronten des Hauptgeschosses die Wahrnehmung des Raumes. Die ebenso plakativen wie heiteren, fliederfarbenen konzentrischen Kreisformen unterstreichen die verglaste Pavillonarchitektur des Berliner Architekten Paul Baumgarten (1900–1984) im sechs Meter hohen Hauptraum. Im Mai 2019 wurden sie für die Renovierung sowie den tiefgreifenden Um- und Anbau der Mensa, der Ende 2023 mit der Rückführung von Dagmar Schönings Wandgemälde abgeschlossen wird, entfernt. Das Foto mit dem Gerüst vor dem Kunstwerk dokumentiert die Renovierung und Umbaumaßnahmen im Mai 2019.Die sehr dekorativen, geometrisch-abstrakten Kreisformen der Künstlerin, die sowohl als Grafikerin als auch als Malerin arbeitete, verbinden motivisch und stilistisch mehrere Vorbilder: Zum einen lassen sie an die großen farbigen Kreise der ukrainisch-französischen Malerin des sogenannten Orphischen Kubismus, Sonja Delaunay (1885 1979), aus den späten 1910er und frühen 1920er-Jahre denken. Zum anderen rufen sie die zur Erbauungszeit der Mensa sehr aktuelle Signalkunst der Pop Art der 1960er-Jahre auf, so etwa die Kreisformen der „Protractor Series“ von Frank Stella (*1936). In ihrer geometrischen Abzirkelung und ihrer überaus logischen, mathematisch exakten Konstruktion erinnern die Formen aber auch an die dreidimensionalen, aus geometrischen Berechnungen hervorgegangenen Skulpturen eines Max Bill (1908–1994) und an die spätere Konzeptkunst.
Standort: Mensa I, Wilhelmstraße 13/15
DimensionsH x B (gesamt): 591 × 640 cm
H x B (Platte): 195 × 160 cm
H x B (Platte): 195 × 160 cm
MediumSpanplatten, Dispersionsfarbe
Object numberVBA-Sg-16
Exhibitions
1968
1886
1998–1999
1958/59
nach 18. Aug. 1678
1998
Primary Maker: Gipsgießerei Gebrüder Micheli, Berlin
2. Hälfte 19. Jh.
Nach 1786
7.–6. Jh. v. Chr.