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Künstler*in deutsch, 1922 - 2004, VG-Bild
Date1991
DescriptionEs gibt wohl keinen anderen Ort in Tübingen, an dem mehr Studierende der verschiedenen Fachrichtungen täglich zusammenkommen als an der Universitätsbibliothek. Nicht mehr wegzudenken ist die massive Großplastik vor dem Haupteingang, die viele als willkommene Sitzmöglichkeit im Freien nutzen. Die Brunnenanlage besteht aus verschiedenförmigen Basalt-Elementen und weist eine Grundfläche von sechs mal sechs Metern auf, in deren Mitte sich ein flacher, 1,20 Meter hoher Zylinder ausbildet. Dieser ist in südwestlicher Richtung aufgebrochen, hin zur Wilhelmstraße und zum Bonatzbau. An dieser Stelle wird die Form des Zylinders durch zwei unterschiedlich ausgerichtete Kugelsegmente unterlaufen. Auf der Deckfläche befinden sich neun Öffnungen, aus denen Wasser austreten kann. Unter der 35 Tonnen schweren Großplastik verbirgt sich eine 16 Quadratmeter große Brunnenstube, die von vier bis zu 14 Meter langen Pfählen gestützt wird und so im Boden verankert ist. Die gesamte Anlage ist demnach weitaus größer, als man auf den ersten Blick annimmt.
Zum 500-jährigen Jubiläum machte die Stadt Tübingen der Universität im Jahr 1977 ein Geldgeschenk, das zur Aufstellung eines Brunnens verwendet werden sollte. Die Kunstkommission entschied sich schließlich für einen Entwurf des Düsseldorfer Bildhauer und Zeichner Erwin Heerich (1922–2004). Heerich hatte an der Düsseldorfer Akademie Bildhauerei studiert und war 1969 an die Kunstakademie Düsseldorf berufen worden, wo er bis 1988 als Professor tätig war. Bei der feierlichen Einweihung des Brunnens, am 29. November 1991, zeigte sich Heerich sehr zufrieden mit der Ausführung seines Werkes. Für ihn handle es sich dabei aber weniger um einen Brunnen als vielmehr um „eine architektonisch gefügte Skulptur im Dialog mit dem Wasser.“

Standort: Universitätsbibliothek, Wilhelmstraße 32
DimensionsH x B: 600 × 600 cm
Durchmesser: 120 cm
MediumSchwarzer Basalt
Object numberVBA-Sg-103
Exhibitions
Zwei Brunnen mit Bronzestatuetten
Primary Maker: Fritz von Graevenitz
um 1931
Hygieia
Primary Maker: Gerhard Halbritter
nach 1962
Im Schatten der Flügel
Primary Maker: Josef Bücheler
1999/ 2002
Schlossbrunnen
Primary Maker: Meister Anthone
Anfang des 17. Jh., Wandung des Brunnenbeckens 1823
Epitaph für Fritz von der Schulenburg
Primary Maker: Georg Müller
nach 30. Jan. 1613
Ohne Titel (Kreisformen)
Primary Maker: Dagmar Schöning
1966-1968
Büste von Walther Gebhardt
Primary Maker: Rudolf Daudert
1972
Die sieben Säulen der Weisheit
Primary Maker: Karl-Heinz Knoedler
1956/ 57
Zwei Brunnen
Primary Maker: Albert Burrer
1935
Ohne Titel (Drei Metallskulpturen)
Primary Maker: Brigitte Matschinsky-Denninghoff
1966
Liegender Krieger mit Schwert
Primary Maker: Peter Otto Heim
Gralsucher / Searcher of the Holy Grail
Primary Maker: Anne-Katrin Altwein
2002
Turm allseitiger Ausstrahlung
Primary Maker: Hans Uhlmann
1972
Büste von Rabindranath Tagore
Primary Maker: Gautam Pal
vor 2004
Farbblicke
Primary Maker: Erdmut Bramke
2001
Die Handschriften
Primary Maker: Prof. Dr. Norbert Radermacher
2001
Zwei Tritonenbrunnen
Primary Maker: Josef Zeitler
1931
Spätklassizistischer Wandbrunnen
Primary Maker: Königlich Württembergische Hüttenwerke Wasseralfingen
1846