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"weg"

Künstler*in deutsch, geboren 1954
Date1995
DescriptionIm Innenhof des Verfügungsgebäudes auf der Morgenstelle der Universität Tübingen befindet sich seit 1995 das Kunstwerk „weg“ der in Hamburg und Kiel lebenden Bildhauerin Elisabeth Wagner (*1954). Die Entscheidung für den Ankauf der Skulptur durch die Kunstkommission erfolgte in der Sitzung am 26. Oktober 1994. Für den Wettbewerb hatte die Künstlerin ein Modell eingereicht.
Pferde symbolisieren Stärke und Fortbewegung. Besonders der kräftige Körper und die hohe Geschwindigkeit zeichnen sie aus. Ihre natürlichen Lebensräume sind weite Flächen, die viel Bewegungsfreiheit bieten. So erscheinen sie uns als Sinnbild der Freiheit. Als Gegenbild hierzu schuf die Bildhauerin Elisabeth Wagner ihr Beton-Pferd. Das weiße Pferd steht von Fensterfronten und Ziegelmauern eingefriedet im Innenhof des Verfügungsgebäudes. Zudem sind vom Schimmel nur Kopf, Rücken und Schweif sichtbar und frei. Eng umgrenzt durch schwarze Bronzeplatten sind dagegen Unterleib, Beine und Hufe, sodass der ganze Bewegungsapparat blockiert ist. Das Pferd signalisiert durch seine angelegten Ohren, den abstehenden Schweif und das halboffene Maul sowie die geblähten Nüstern Angst und Aggression. Es will fliehen, doch es ist gefangen. Diese existenzielle Situation des Tieres findet seine Entsprechung im pointierten Werktitel der Künstlerin „weg“. Wie bei vielen ihrer Werke bezieht Elisabeth Wagner den umgebenden Raum und die Architektur in ihr Konzept mit ein. Durch die Aufstellung ihres Kunstwerks im Innenhof erreichte sie, dass das Pferd gleich doppelt eingepfercht erscheint – durch Bronzeplatten und Glaswände.
Elisabeth Wagner arbeitet als Professorin für Bildhauerei mit den Schwerpunkten Raumkonzept, Installation und Skulptur an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Als Motive wählt die Künstlerin vorrangig Porträts und Tiere, die sie meist aus preiswerten oder rohen Materialien wie Beton, Gips, Zement oder Papier gestaltet. Viele ihrer Werke sind im öffentlichen Raum präsentiert. In Tübingen befindet sich neben der Skulptur „weg“ seit 2002 noch eine weitere Arbeit, „Das Lächeln“ im HNO-Klinikum.

Standort: Auf der Morgenstelle 15, 72076 Tübingen, Interfakultäres Institut für Zellbiologie (IFIZ), Verfügungsgebäudes, Lichthof
DimensionsL x B x H: 220 × 70 × 175 cm
MediumBronze und Beton
Object numberVBA-Sg-11
Exhibitions
Das Lächeln
Primary Maker: Elisabeth Wagner
2001
Urpferd
Primary Maker: Helga Janzen-Allgaier
1988
Innerer Kreis
Primary Maker: Dirk Löbbert
2002
Gralsucher / Searcher of the Holy Grail
Primary Maker: Anne-Katrin Altwein
2002
Farbblicke
Primary Maker: Erdmut Bramke
2001
Glasplatten "la rançon" vor Bäumen
Primary Maker: Ilona Lenk
2012
Pi Chacán
Primary Maker: Fernando de la Jara
2001
Prima Vera
Primary Maker: Gerhard Marcks
1958
Hermenbüste des Königs Wilhelm I. von Württemberg
Primary Maker: Theodor Wagner
1860/ 1861
Perspektomat P-40
eventuell 1965 (Quelle: Werbung Zeitschrift: Geographica Helvetica)
Hermenbüste von Eberhard im Bart
Primary Maker: Theodor Wagner
1861–1862
Ohne Titel (Kreisformen)
Primary Maker: Dagmar Schöning
1966-1968
Weg/road/camino
Primary Maker: Hartmut Landauer
2002 - 2003
Hermenbüste von Johann Wolfgang von Goethe
Primary Maker: Gustav Adolf Bredow
vor 1932
Büste des Sixt Jacob von Kapff
Primary Maker: Theodor Wagner
1830
Wildpferd
etwa 40 000 v. Chr.
Bohrschnitt, prekär – Eine Vertiefung
Primary Maker: Martin Bruno Schmid
2017-2018
Figurine: Pferd
3. Jh. n. Chr.
Schlossbrunnen
Primary Maker: Meister Anthone
Anfang des 17. Jh., Wandung des Brunnenbeckens 1823