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Palmen- und Spruchband-Kapitelle
Palmen- und Spruchband-Kapitelle

Palmen- und Spruchband-Kapitelle

Dateum 1478/ 1480
DescriptionDie Alte Burse steht für die Gründungszeit der Universität. Sie wurde als „Urform eines Studentenwohnheims“ errichtet. Die Burse gilt als der älteste durchgehend für universitäre Zwecke genutzte Bau in Deutschland und beherbergt heute die Institute für Kunstgeschichte und für Philosophie. Die Palmen-Motive der drei Kapitelle auf den hölzernen Pfeilern in der Eingangshalle über dem linken Treppenaufgang sind von besonderer Bedeutung für die Geschichte der Universität: Das Motiv soll – so die ältere Literatur – auf eine Wallfahrt zurückgehen, die der Universitätsgründer Herzog Eberhard im Bart im Jahr 1468 nach Jerusalem unternahm. Die jüngere Forschung hingegen sieht im Motiv der Palme eher Verbindungen zum italienischen Humanismus gegeben, die durch die Hochzeit Eberhards mit Barbara Gonzaga aus Mantua im Jahr 1474 bestätigt wurden. Ob Hochzeit oder Pilgerreise der Wendepunkt in seinem Leben war – oder ob beides zusammenspielte – bleibt offen, fest steht jedoch, dass er seit 1474 seine neue Devise samt Palme überall anbringen ließ. Sein Wahlspruch „Attempto“ – Ich wag’s – bildete zusammen mit dem Palmen-Motiv eine feste Einheit. Es wurde zu seiner persönlichen Imprese.
Drei hölzerne Vierkantpfeiler im Eingangsbereich der Burse sind am oberen Ende kapitellartig ausgeführt. Diese Pfeilerköpfe werden von Spruchbändern, pflanzlichen Motiven und Jahreszahlen geschmückt. Neben dem Motto „At tempto“, das gleich zweimal zusammen mit dem Bild einer Palme samt ihren Wurzeln zur Darstellung kommt, zeigen vier weitere Kapitellseiten jeweils ein Spruchband mit kurzer Sentenz, die in gotischer Fraktur, der Textura, ins Holz geschnitten ist.


Standort: Alte Burse, Bursagasse 1, linker Aufgang.
DimensionsHöhe (Kapitell 1): 76 cm
Höhe (Kapitell 2): 79 cm
Höhe (Kapitell 3): 73 cm
MediumEichenholz
Object numberVBA-Sg-24
Exhibitions
Historische Chorfenster
Primary Maker: Glaswerkstätten Straßburg
Hermenbüste des Königs Wilhelm I. von Württemberg
Primary Maker: Theodor Wagner
1860/ 1861
Urpferd
Primary Maker: Helga Janzen-Allgaier
1988
Die Woge
Primary Maker: Jakob Wilhelm Fehrle
1961
Bronzeläufer
Primary Maker: Ludwig Habich
vor 1931, Aufstellung Juli 1931
Epitaph für Christoph Skiel
Primary Maker: Georg Müller
nach 16. Juni 1622/1623
Die Handschriften
Primary Maker: Prof. Dr. Norbert Radermacher
2001
Büste von Friedrich W. J. Schelling
Primary Maker: Johann Halbig
nach 1852
Epitaph für Jakob Beurlin
Primary Maker: Hans Schickhardt
nach 1561
Reliefbildnis Otto Oertel
Primary Maker: Rudolf Stocker
1936
3/65
Primary Maker: Erich Hauser
1965