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sog. Aphrodite Medici
sog. Aphrodite Medici
ObjektgattungGipsabguss

sog. Aphrodite Medici

Datierung3.-2. Jh. v. Chr. (Original); 1. Jh. v. Chr. (Kopie)
BeschreibungDie Beliebtheit der seit der Renaissance bekannten Aphrodite oder Venus Medici klingt nach 1820 stark ab, als ihr mit der neugefundenen Venus von Milo eine starke Konkurrentin erwächst, die obendrein einen Fundort in Griechenland vorweisen kann. Heute betrachtet man die in die Sammlung der Medici eingegangene Statue der Liebesgöttin als späthellenistische Schöpfung eines in Rom ansässigen Künstlers, der sich mit spätklassischen Darstellungen der Göttin auseinandersetzte und den ursprünglichen Schamgestus der Schaumgeborenen in eine gelockerte Form brachte. Die markante Kopfwendung zur Seite (die Haare trugen ursprünglich eine Vergoldung, die Lippen waren rot eingefärbt) erlaubt dem frontalen Betrachter, den nur unzureichend bedeckten Frauenkörper in Augenschein zu nehmen, ohne selbst dem Blick der Göttin ausgesetzt zu sein. Die auf der Plinthe aufgebrachte Inschrift ΚΛΕΟΜΕΝΕΣ ΑΠΟΛΛΟΔΩΡΟΥ ΑΘΕΝΑΙΟΣ ΕΠΩΕΣΕΝ ("Kleomenes von Athen, Sohn des Apollodoros hat dies gemacht.") ist neuzeitlich, ersetzt aber eine gleichlautende antike Inschrift, die ursprünglich wohl auf der Stützfigur des Delphins aufgebracht war.
Objektnr.KLA-Gi-8
AufbewahrungsortFlorenz
HerkunftItalien
Weiteres
Kleomenes, Sohn des Apollodors, Athener
Venus von Medici
Johann Ludwig von Hofer
nach 1851
Sockelbüste der Aphrodite von Arles
Johann Ludwig von Hofer
nach 1851
Kapitolinische Venus
Johann Ludwig von Hofer
nach 1851
Epitaph für Christoph Skiel
Georg Müller
nach 16. Juni 1622/1623
sog. Artemis von Versailles
2. Jh. v. Chr. (Original); hadrianisch (Kopie)
sog. Aphrodite Braschi
Praxiteles
vermutlich 4. Jh. v. Chr. (Original); 1.–2. Jh. n. Chr. (Kopie)
Hygieia
Gerhard Halbritter
nach 1962
Quos ego
Raffael da Urbino
Innensarg der Taditjaina
späte 25. bis beginnende 26. Dynastie (um 664 v.Chr.)
Epitaph für Jakob Beurlin
Hans Schickhardt
nach 1561
Das Lächeln
Elisabeth Wagner
2001
Zwei Brunnen mit Bronzestatuetten
Fritz von Graevenitz
um 1931
Epitaph für Jakob Schegk
Christoph Jelin
nach 9. Mai 1587