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Epitaph für Christoph Burkhard Bardili
Epitaph für Christoph Burkhard Bardili
ObjektgattungEpitaph

Epitaph für Christoph Burkhard Bardili

Datierungnach 17. Aug. 1713
BeschreibungDas Gedächtnismal für Christoph Burkhard Bardili (1694–1713) zeigt im Mittelteil zwischen dem Würdemotiv der verkröpften Säulen und Pilaster, unter einem Segmentbogengiebel, ein Bildnis des im Alter von 19 Jahren verstorbenen Studenten. Im bühnenartigen Mittelteil heben Putten das Porträt des Verstorbenen in Richtung Himmel empor, wo ganz prominent im Giebel eine weibliche Figur im Kleid thront. Diese theatralische Szenerie ist in der Stiftskirche einzigartig. Die Invention, wonach kleine Engel oder Putten ein Bildnis emportragen, stammt aus Rom und geht wohl auf Bernini oder Rubens zurück. Sie erfreute sich während des 18. Jahrhunderts großer Beliebtheit südlich und nördlich der Alpen, weshalb sie sich in vielen Grafiken, Grabmonumenten und „Castra doloris“ für fürstliche Trauerfeiern findet. Bei Lenz wurde es 1796 als „wahrhaftiges Meisterstück der Bildschnitzerkunst“ beschrieben. Die Inschrift zwischen den Säulenpostamenten nennt in recht knapper Form wichtige Lebensdaten, Eltern und Geburtsort des Verstorbenen. Bewegende Worte der Trauer, wie von anderen Monumenten bekannt, fehlen hier. Doch weist das zwischen Porträt und Inschrift zu sehende, plastisch gestaltete Skelett, das als Liegefigur mit motivischen Anklängen an die berühmte Figur der Nacht von Michelangelos Medici Grab gestaltet wurde, als Allegorie des Todes auf das gänzlich unerwartete, den Sterblichen jederzeit bedrohende Ableben hin.

Standort: Stiftskirche Tübingen, linkes Seitenschiff, 4. Nische, Ostwand.
MaßeH x B: 300 × 150 cm
MaterialHolz
bemalt
Objektnr.ELK-Sg-94
Ausstellung
Männlicher Porträtkopf von einer Sitzstatue, sog. Menander
Mitte 1. Jh. v. Chr. (Original); augusteisch (Kopie)
Epitaph für Fritz von der Schulenburg
Georg Müller
nach 30. Jan. 1613
Epitaph für Jakob Kotze
Christoph Jelin
nach 10. Okt. 1606
Epitaph für Jakob Beurlin
Hans Schickhardt
nach 1561
Komposit-Porträtköpf des Septimius Severus und Antoninus Pius
úm 150 n. Chr. (Antoninus Pius) 180–200 n. Chr. (Sept. Severus); Collage: 2014
Epitaph für Christoph Skiel
Georg Müller
nach 16. Juni 1622/1623
Epitaph für Graf Wilhelm Ernst von Waldeck
Christoph Jelin
nach 16. September 1598
Historische Chorfenster
Glaswerkstätten Straßburg
Epitaph für Jakob Schegk
Christoph Jelin
nach 9. Mai 1587
Epitaph für Andreas Laubmaier und Ehefrau Barbara
Christoph Jelin
nach 19. August 1604