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Drei Glasfenster im Kirchenchor enthalten spätgotische Glasmalereien. Im wichtigsten, zentralen, relativ gut erhaltenen Achsenfenster werden oberhalb der herausgehobenen Darstellung von Eberhard im Bart und seiner Frau Barbara Gonzaga im Akt der Anbetung des frontal dargestellten heiligen Georg, eine ganze Reihe von Szenen aus dem Marienleben gezeigt. Die Figur des heiligen Georgs bildet sowohl symbolisch wie auch kompositionell-axialen Blickfang der gesamten Glasfensterdekoration. Ebenso abgebildet wird die Palme, welche seit Anfang der 1470er-Jahre mit dem Attempto-Motto als persönliches Wappen oder anders gesagt als Symbol des Grafen Eberhard fungierte. Graf Eberhard wird in dem ihm gewidmeten Glasfeld inmitten zweier ihn symbolisch umrahmender Palmen gezeigt.
Das Nordostfenster zeigte unter anderem die Großeltern Eberhards wie auch eine Darstellung des Sündenfalls, das Südostfenster zeigte etwa die Mutter Eberhards, Mechthild von der Pfalz, mit zwei seiner unehelichen Söhne – ein eher seltenes Motiv – sowie das Jüngste Gericht.
Standort: Stiftskirche St. Georg, Holzmarkt 1, Hauptschiff, Chor
ObjektgattungFenster
Historische Chorfenster
FachbereichExterne Sammlungen
Künstler*in
Glaswerkstätten Straßburg
BeschreibungDer Chor der Stiftskirche wurde in den ersten Dekaden als Vorlesungssaal benutzt und diente sechzig Jahre, bis zur Reformation, als Ort für Disputationen und als Aula für Promotionen und universitäre Feierlichkeiten. Die zwischen 1476/77 und dem Anfang der achtziger Jahre geschaffenen Glasfensterzyklen des Chores, das Werk einer bestehenden Werkgemeinschaft von fünf Straßburger Glaswerkstätten, tragen dieser besonderen Doppelfunktion als Kirche und Herberge universitärer Räumlichkeiten partiell Rechnung. Drei Glasfenster im Kirchenchor enthalten spätgotische Glasmalereien. Im wichtigsten, zentralen, relativ gut erhaltenen Achsenfenster werden oberhalb der herausgehobenen Darstellung von Eberhard im Bart und seiner Frau Barbara Gonzaga im Akt der Anbetung des frontal dargestellten heiligen Georg, eine ganze Reihe von Szenen aus dem Marienleben gezeigt. Die Figur des heiligen Georgs bildet sowohl symbolisch wie auch kompositionell-axialen Blickfang der gesamten Glasfensterdekoration. Ebenso abgebildet wird die Palme, welche seit Anfang der 1470er-Jahre mit dem Attempto-Motto als persönliches Wappen oder anders gesagt als Symbol des Grafen Eberhard fungierte. Graf Eberhard wird in dem ihm gewidmeten Glasfeld inmitten zweier ihn symbolisch umrahmender Palmen gezeigt.
Das Nordostfenster zeigte unter anderem die Großeltern Eberhards wie auch eine Darstellung des Sündenfalls, das Südostfenster zeigte etwa die Mutter Eberhards, Mechthild von der Pfalz, mit zwei seiner unehelichen Söhne – ein eher seltenes Motiv – sowie das Jüngste Gericht.
Standort: Stiftskirche St. Georg, Holzmarkt 1, Hauptschiff, Chor
MaterialGlas
Objektnr.ELK-Sg-100
Ausstellung
um 1478/ 1480
nach 27. Febr. 1607
eventuell 1965 (Quelle: Werbung Zeitschrift: Geographica Helvetica)
nach 18. Aug. 1678