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Hermenbüste von Eberhard im Bart
Hermenbüste von Eberhard im Bart
ObjektgattungBüste

Hermenbüste von Eberhard im Bart

Künstler*in deutsch, 1800 - 1880
Datierung1861–1862
BeschreibungIm Eingangsbereich der Neuen Aula stehen seitlich platziert zwei Hermenbüsten: die linke mit der Darstellung des Gründers und Namenspatrons der Universität Tübingen, Eberhard im Bart (1445–1496)1, an der Wand gegenüber diejenige König Wilhelms I. von Württemberg (1781–1864), Namenspatron des neu entstandenen Universitätsviertels. Mit der 1845 eingeweihten Neuen Aula erhielt die Wilhelmsvorstadt ihr Zentrum, für das bereits 1859 Büsten der beiden Patrone im Gespräch waren. Sie sollten im Festsaal der Neuen Aula zu beiden Seiten der Rednerbühne aufgestellt werden. Die Büste Eberhards im Bart muss spätestens 1862 vollendet gewesen sein, wie eine Rechnung Wagners aus diesem Jahr zeigt.
Als Pendants gekennzeichnet sind sie durch ihre ähnliche Größe, die Verwendung des gleichen Materials und der Lorbeerkränze sowie durch die jeweilige Anbringung auf einem hohen Marmorsockel. Der beauftragte Bildhauer Theodor Wagner (1800–1880) wählte mit der Form der Hermenbüste eine klassizistische Darstellungsweise, die bereits sein Lehrer Johann Heinrich von Dannecker (1758–1841) häufig verwendete. Wagners Büsten von Eberhard im Bart Wagner greift bei der Darstellung auf das überlieferte idealisierte Bild des älteren Herzogs zurück, mit halblangem Haar und gewelltem Bart, jedoch ohne Harnisch oder Mantel, wie es in zahlreichen Kupferstichen, in Buchmalereien und im Grabmal der Stiftskirche Tübingen überliefert ist.


Standort: Tübingen, Neuen Aula, Geschwister-Scholl-Platz, Eingangshalle
MaßeH x B x T (Sockel): 143,5 × 60 × 50 cm
H x B x T (Büste): 89 × 45 × 37 cm
MaterialBüste aus weißem Marmor, Sockel aus rötlichem Marmor
Objektnr.MUT-Sg-21
Ausstellung