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Die Bildhauerin schuf das Werk von Hand innerhalb von zwei Monaten. Es handelte sich um keine Auftragsarbeit. Die Skulptur wurde durch das Regierungspräsidium Tübingen erworben. Das „Urpferd“ von Helga Janzen-Allgaier verweist auf die 40 000 Jahre alte Darstellung eines Wildpferdes aus der Vogelherdhöhle der Schwäbischen Alb. Dieses Highlight gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ und wird im Museum Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen gezeigt. Dieses Exponat war der Künstlerin sicher bekannt und hat offen sichtlich als Inspiration gedient.
Standort: Ehemals im Bereich vor der Mensa, Auf der Morgenstelle 26. Zukünftiger Standort noch nicht bekannt.
ObjektgattungSkulptur
Urpferd
FachbereichExterne Sammlungen
Künstler*in
Helga Janzen-Allgaier
deutsch, geboren 1941
Datierung1988
BeschreibungDie Tübinger Bildhauerin Helga Janzen-Allgaier (*1941) schuf die Skulptur „Urpferd“ im Jahr 1988. Das Kunstwerk aus Muschelkalk befand sich auf einem kleinen Rasenhügel vor dem Café der Mensa Morgenstelle und wurde im Zuge von Baumaßnahmen temporär entfernt. Die Künstlerin hat bereits in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Tübingen einen neuen Aufstellungsort gewählt. Helga Janzen-Allgaier begann ihre berufliche Laufbahn als Lehrerin und entschied sich 1981 für eine künstlerische Ausbildung. Nach ihrem Studium an der Freien Kunstschule Nürtingen widmete sie sich überwiegend der Bildhauerkunst. Ein Thema der Künstlerin ist das Motiv des Stürzens, das in ein bewusstes Springen übergeht, zu dem seit dem Jahr 1988 verschiedene Werke entstanden. In seiner organisch gerundeten Formensprache evoziert die Skulptur „Urpferd“ durch seine überaus starke Längsstreckung im Bereich des Halses und des Rumpfes – der Bogensehnenbrücke – Bewegung und Geschwindigkeit, die mit den Begriffen Galopp oder Sprung beschrieben werden können. Verunklärt wird jedoch die Gangart des Pferdes durch die Stilisierung der Skulptur, die als bewusstes Stilmittel der Reduktion zu begreifen ist, um eine möglichst geschlossene Gesamtform zu bilden.Die Bildhauerin schuf das Werk von Hand innerhalb von zwei Monaten. Es handelte sich um keine Auftragsarbeit. Die Skulptur wurde durch das Regierungspräsidium Tübingen erworben. Das „Urpferd“ von Helga Janzen-Allgaier verweist auf die 40 000 Jahre alte Darstellung eines Wildpferdes aus der Vogelherdhöhle der Schwäbischen Alb. Dieses Highlight gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ und wird im Museum Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen gezeigt. Dieses Exponat war der Künstlerin sicher bekannt und hat offen sichtlich als Inspiration gedient.
Standort: Ehemals im Bereich vor der Mensa, Auf der Morgenstelle 26. Zukünftiger Standort noch nicht bekannt.
MaßeL x B x H: 125 × 35 × 40 cm
MaterialMuschelkalk
Objektnr.VBA-Sg-26
Ausstellung
7.–6. Jh. v. Chr.
Emil Brüllmann
um 1400 v. Chr.
etwa 40 000 v. Chr.
nach 1777