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Die Stifter der Büste, Ludwig Gremp von Freudenstein (Abb. 3) und Viktor Karl Emmanuel Philipp Leutrum von Ertingen, haben sich links und rechts auf den Seiten des Sockels mit ihren bronzenen Familienwappen, einem Schwan und einem Ziegenbock, sowie einer Inschrift verewigt. Die Kapff-Büste fertigte der klassizistische Bildhauer und Professor der Stuttgarter Kunstschule Theodor Wagner (1800–1880) an, der zu seiner Zeit wohl zu den einflussreichsten Bildhauern Württembergs gehörte.
1757 schloss Jacob Kapff das Studium der Rechtswissenschaften mit Examen ab, wurde promoviert und zum Hofgerichtsadvokaten ernannt. Kapff stieg weiter auf der juristischen Karriereleiter empor: 1761 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt, 1765 zum Hofgerichtsbeisitzer und 1766 zum Professor am Collegium Illustre. 1767 erhielt er die siebte ordentliche Professur – später 1770 die sechste ordentliche Professur – an der Juristischen Fakultät der Universität. Zwischen 1772 und 1787 war er dreimal Rektor der Universität Tübingen. 1794 wurde Kapff zum Herzoglichen Geheimen Rat ernannt, 1806 erreichte er mit der Ernennung zum Direktor des Königlichen Obertribunals den Höhepunkt seiner Karriere. 1817 erhielt er das Prädikat Exzellenz verliehen. 1819 wurde er wegen des Umzugs des Obertribunals von Tübingen nach Stuttgart in den Ruhestand versetzt. Gleichzeitig wurde er zum Komtur des Ordens der königlichen württembergischen Krone ernannt, verknüpft mit dem persönlichen Adelsprädikat „von Kapff“. Sixt Jacob von Kapff verstarb am 18.11.1821 in Tübingen.
Standort: Universitätsbibliothek Tübingen, Wilhelmstraße 32.
ObjektgattungBüste
Büste des Sixt Jacob von Kapff
FachbereichSkulpturensammlung der Universität
Künstler*in
Theodor Wagner
deutsch, 1800 - 1880
Datierung1830
BeschreibungDiese Büste von Sixt Jacob von Kapff (1735–1821) befindet sich im Bonatzbau. Die Skulptur aus weißem Marmor zeigt einen mittelalten Mann mit leicht gewelltem und aus dem Gesicht gekämmten kurzem Haar, das sicherlich mit einem Drillbohrer, wie bei Antiken häufiger geschehen, gebohrt wurde. Die Hermenbüste steht auf einem pfeilerförmigen Sockel aus rötlichem Marmor. Die Stifter der Büste, Ludwig Gremp von Freudenstein (Abb. 3) und Viktor Karl Emmanuel Philipp Leutrum von Ertingen, haben sich links und rechts auf den Seiten des Sockels mit ihren bronzenen Familienwappen, einem Schwan und einem Ziegenbock, sowie einer Inschrift verewigt. Die Kapff-Büste fertigte der klassizistische Bildhauer und Professor der Stuttgarter Kunstschule Theodor Wagner (1800–1880) an, der zu seiner Zeit wohl zu den einflussreichsten Bildhauern Württembergs gehörte.
1757 schloss Jacob Kapff das Studium der Rechtswissenschaften mit Examen ab, wurde promoviert und zum Hofgerichtsadvokaten ernannt. Kapff stieg weiter auf der juristischen Karriereleiter empor: 1761 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt, 1765 zum Hofgerichtsbeisitzer und 1766 zum Professor am Collegium Illustre. 1767 erhielt er die siebte ordentliche Professur – später 1770 die sechste ordentliche Professur – an der Juristischen Fakultät der Universität. Zwischen 1772 und 1787 war er dreimal Rektor der Universität Tübingen. 1794 wurde Kapff zum Herzoglichen Geheimen Rat ernannt, 1806 erreichte er mit der Ernennung zum Direktor des Königlichen Obertribunals den Höhepunkt seiner Karriere. 1817 erhielt er das Prädikat Exzellenz verliehen. 1819 wurde er wegen des Umzugs des Obertribunals von Tübingen nach Stuttgart in den Ruhestand versetzt. Gleichzeitig wurde er zum Komtur des Ordens der königlichen württembergischen Krone ernannt, verknüpft mit dem persönlichen Adelsprädikat „von Kapff“. Sixt Jacob von Kapff verstarb am 18.11.1821 in Tübingen.
Standort: Universitätsbibliothek Tübingen, Wilhelmstraße 32.
MaßeH x B x T: 56 × 28 × 24 cm
MaterialMarmor
Objektnr.MUT-Sg-6
Ausstellung
Mitte 19. Jh. oder um 1750
nach 22. Dez. 1657
nach 7. Jan. 1590