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Im Zentrum des Portals – über dem dreiachsigen Triumphbogen – befindet sich das herzogliche Wappen. Dieses zeigt die württembergischen Stangen, die Rauten der Herzöge von Teck, die Mömpelgarder Barben (Fische) und die kaiserliche Reichssturmfahne, deren stolzer Träger der württembergische Herzog war und mit deren Verleihung die Herrschaft Markgröningen verbunden war. Bekrönt wird das Wappen von den Helmzierden des Uracher Hifthorns, dem Mömpelgarder „Fischweibchen“ und der Teck’schen Bracke (Jagdhund). Umrahmt wird es vom Strumpfband des englischen Hosenbandordens mit der Ordensdevise „Hon(i) soit qui mal y pense“ sowie der Muschelkette des französischen Michaelsordens mit dem Michaelsmedaillon. Die beiden Liegefiguren Herakles und Aphrodite schließlich bekrönen das gesamte skulpturale Programm direkt unter der Traufe.
Standort: Schloss Hohentübingen, Ostseite, Burgsteige 11
ObjektgattungBauplastik
Unteres Schlossportal
FachbereichExterne Sammlungen
Künstler*in
Heinrich Schickhardt
1558 - 1635
Künstler*in
Hans Braun
1586 - 1611
Künstler*in
Christoph Jelin
Bildhauer, deutsch, um 1500 - 1610
Datierung1603/04 - 1607/08
BeschreibungDas Untere Tor von Schloss Hohentübingen gilt als eines der figürlich und ornamental am reichsten ausgestatteten Schlossportale Deutschlands. Sein höchst komplexes Bildprogramm zeigt alle Ebenen des skulpturalen Herrscherlobs und fürstlicher Repräsentation der Zeit um 1600, am Übergang von Spätrenaissance und Manierismus zum Frühbarock. Den Auftrag zur Ausgestaltung eines seiner prominentesten Repräsentationsbauten dürfte Herzog Friedrich I. von Württemberg (1557–1608) einem der damals bedeutendsten Bildhauer-Architekten Südwestdeutschlands, Heinrich Schickhardt (1558–1635), übertragen haben. Hinzu kamen der Werkmeister Hans Braun (1586–1611) und der in Tübingen bereits für die Herzogsgrabmäler und Epitaphien in der Stiftskirche tätige Bildhauer Christoph Jelin (um 1550–1610). So überwältigend die figürliche Ausgestaltung der Schaufassade des Portals auf den ersten Blick auf die Betrachter wirkt, so deutlich teilt es seine ikonographischen Inhalte und die damit verbundene Intention und Botschaft den Ankommenden mit. Im Zentrum des Portals – über dem dreiachsigen Triumphbogen – befindet sich das herzogliche Wappen. Dieses zeigt die württembergischen Stangen, die Rauten der Herzöge von Teck, die Mömpelgarder Barben (Fische) und die kaiserliche Reichssturmfahne, deren stolzer Träger der württembergische Herzog war und mit deren Verleihung die Herrschaft Markgröningen verbunden war. Bekrönt wird das Wappen von den Helmzierden des Uracher Hifthorns, dem Mömpelgarder „Fischweibchen“ und der Teck’schen Bracke (Jagdhund). Umrahmt wird es vom Strumpfband des englischen Hosenbandordens mit der Ordensdevise „Hon(i) soit qui mal y pense“ sowie der Muschelkette des französischen Michaelsordens mit dem Michaelsmedaillon. Die beiden Liegefiguren Herakles und Aphrodite schließlich bekrönen das gesamte skulpturale Programm direkt unter der Traufe.
Standort: Schloss Hohentübingen, Ostseite, Burgsteige 11
MaßeH x B (Schauwand ca.): 8,9 × 8,8 cm
MaterialSchilfsandstein, Kalktuff
Objektnr.VBA-Sg-115
Ausstellung
nach 18. Okt. 1724
nach 10. Okt. 1606
nach 16. April 1654
nach 14. Juni 1701
nach 1777
1534
nach 19. April 1703
1549–1550