Erweiterte Suche
Die beiden axialsymmetrisch angeordneten, den u-förmigen Hof zur Hölderlinstraße markierenden Schalenbrunnen beziehen sich in ihrer figürlichen Ausgestaltung auf ein sehr häufig aufgegriffenes Brunnenmotiv, die Tritonen: Triton, von dem die mythologische Gruppe der Tritonen abgeleitet wurde, war der Sohn Poseidons und Amphitrites. Ausgestattet mit einem Männeroberkörper und zwei Fischschwänzen statt Beinen bildet er motivisch das Pendant zu weiblichen Nixen. Seine göttliche Herkunft, die alten und edlen mythologischen Bezüge und besonders die Zuordnung zum Element Wasser machten die oft von Nereiden begleiteten Tritonen seit jeher zu beliebten Motiven bei Brunnenanlagen.
Josef Zeitler veränderte dieses Brunnenmotiv, indem er einen Kreis von acht Tritonen – in der Funktion von Atlanten – die nach außen schwingende und in ihrer Mitte von einer Kugel bekrönte Brunnenschale stemmen lässt. Beide kreisrunden Anlagen stehen jeweils vertieft in einem Bassin. Das bedeutet, dass diese stilistisch an den späten Jugendstil angelehnte, doch etwas monumental und relativ schwer erscheinende Lösung der beiden Brunnen mit den Tritonen hinter einem Wasservorhang einen gänzlich anderen Eindruck erwecken würden, wäre das Wasser nicht seit Jahren abgestellt.
Standort: Ehrenhof der Neuen Aula, Geschwister-Scholl-Platz
Bild nicht vorhanden
für Zwei Tritonenbrunnen
ObjektgattungBrunnen
Zwei Tritonenbrunnen
FachbereichExterne Sammlungen
Künstler*in
Josef Zeitler
deutsch, 1871 - 1958, Bildhauer
Datierung1931
BeschreibungDer höchst produktive, in Fürth geborene Bildhauer Josef Zeitler (1871–1958) war vor allem im Raum Stuttgart und Württemberg tätig. Er stattete zahlreiche öffentliche Plätze und Bauten mit Objekten aus, die man den Kategorien Kunst am Bau, Bauskulptur oder Denkmalplastik zuordnen kann. Die beiden axialsymmetrisch angeordneten, den u-förmigen Hof zur Hölderlinstraße markierenden Schalenbrunnen beziehen sich in ihrer figürlichen Ausgestaltung auf ein sehr häufig aufgegriffenes Brunnenmotiv, die Tritonen: Triton, von dem die mythologische Gruppe der Tritonen abgeleitet wurde, war der Sohn Poseidons und Amphitrites. Ausgestattet mit einem Männeroberkörper und zwei Fischschwänzen statt Beinen bildet er motivisch das Pendant zu weiblichen Nixen. Seine göttliche Herkunft, die alten und edlen mythologischen Bezüge und besonders die Zuordnung zum Element Wasser machten die oft von Nereiden begleiteten Tritonen seit jeher zu beliebten Motiven bei Brunnenanlagen.
Josef Zeitler veränderte dieses Brunnenmotiv, indem er einen Kreis von acht Tritonen – in der Funktion von Atlanten – die nach außen schwingende und in ihrer Mitte von einer Kugel bekrönte Brunnenschale stemmen lässt. Beide kreisrunden Anlagen stehen jeweils vertieft in einem Bassin. Das bedeutet, dass diese stilistisch an den späten Jugendstil angelehnte, doch etwas monumental und relativ schwer erscheinende Lösung der beiden Brunnen mit den Tritonen hinter einem Wasservorhang einen gänzlich anderen Eindruck erwecken würden, wäre das Wasser nicht seit Jahren abgestellt.
Standort: Ehrenhof der Neuen Aula, Geschwister-Scholl-Platz
MaterialSandstein
Objektnr.VBA-Sg-37
Ausstellung
eventuell 1965 (Quelle: Werbung Zeitschrift: Geographica Helvetica)