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Zwei Tritonenbrunnen
Zwei Tritonenbrunnen
ObjektgattungBrunnen

Zwei Tritonenbrunnen

Künstler*in deutsch, 1871 - 1958, Bildhauer
Datierung1931
BeschreibungDer höchst produktive, in Fürth geborene Bildhauer Josef Zeitler (1871–1958) war vor allem im Raum Stuttgart und Württemberg tätig. Er stattete zahlreiche öffentliche Plätze und Bauten mit Objekten aus, die man den Kategorien Kunst am Bau, Bauskulptur oder Denkmalplastik zuordnen kann.
Die beiden axialsymmetrisch angeordneten, den u-förmigen Hof zur Hölderlinstraße markierenden Schalenbrunnen beziehen sich in ihrer figürlichen Ausgestaltung auf ein sehr häufig aufgegriffenes Brunnenmotiv, die Tritonen: Triton, von dem die mythologische Gruppe der Tritonen abgeleitet wurde, war der Sohn Poseidons und Amphitrites. Ausgestattet mit einem Männeroberkörper und zwei Fischschwänzen statt Beinen bildet er motivisch das Pendant zu weiblichen Nixen. Seine göttliche Herkunft, die alten und edlen mythologischen Bezüge und besonders die Zuordnung zum Element Wasser machten die oft von Nereiden begleiteten Tritonen seit jeher zu beliebten Motiven bei Brunnenanlagen.
Josef Zeitler veränderte dieses Brunnenmotiv, indem er einen Kreis von acht Tritonen – in der Funktion von Atlanten – die nach außen schwingende und in ihrer Mitte von einer Kugel bekrönte Brunnenschale stemmen lässt. Beide kreisrunden Anlagen stehen jeweils vertieft in einem Bassin. Das bedeutet, dass diese stilistisch an den späten Jugendstil angelehnte, doch etwas monumental und relativ schwer erscheinende Lösung der beiden Brunnen mit den Tritonen hinter einem Wasservorhang einen gänzlich anderen Eindruck erwecken würden, wäre das Wasser nicht seit Jahren abgestellt.

Standort: Ehrenhof der Neuen Aula, Geschwister-Scholl-Platz
MaterialSandstein
Objektnr.VBA-Sg-37
Ausstellung
Einhornrelief
Eugen "Ugge" Bärtle
1957
Pi Chacán
Fernando de la Jara
2001
Im Schatten der Flügel
Josef Bücheler
1999/ 2002
Zwei Brunnen
Albert Burrer
1935
Klang Skulptur Stein
Klaus Feßmann
2001
Dampfkanone
1998–1999
Anorthoskop
Joseph Antoine Ferdinand Plateau
2007
ohne Titel
Erwin Heerich
1991
Epitaph für Jakob Beurlin
Hans Schickhardt
nach 1561
Epitaph für Andreas Laubmaier und Ehefrau Barbara
Christoph Jelin
nach 19. August 1604
Bronzeläufer
Ludwig Habich
vor 1931, Aufstellung Juli 1931
Perspektomat P-40
eventuell 1965 (Quelle: Werbung Zeitschrift: Geographica Helvetica)