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Standort: Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz, Pfeilerhalle im Erdgeschoss
Lebensbilder
DepartmentExterne Sammlungen
Künstler*in
Alfred Lörcher
deutsch, 1875 - 1962
Date1930
DescriptionEine Serie von 288 Terracotta-Reliefs ziert die Neue Aula. Waren solche antiken Ursprungs, dann bezeichnet man sie auch als Campanareliefs nach dem italienischen Kunstsammler Giampietro Campana (1808–1880), womit auf ihre ursprünglich etruskische und römische Herkunft verwiesen wird. Die Tübinger Terracotta-Reliefs sind ein Paradebeispiel für die rhetorischen Prinzipien des Decorum und dies gleich in dreifacher Hinsicht: in der Frage des Materials, in Hinblick auf die Wahl der Technik und des Stils. Gut die Hälfte dieser flachen Hochreliefs zeigt Einzel- und Figurenpaare, die aus dem Motivrepertoire der griechischen und römischen Antike schöpfen. Im Jahr 1930 schuf sie der Stuttgarter Bildhauer Alfred Lörcher (1875–1962). Lörcher machte zunächst eine Lehre in der Erzgießerei von Paul Stotz (1850–1899), bevor er ab 1894 an der Kunstgewerbeschule Karlsruhe studierte. Im Jahr 1898 setzte er sein Studium an der Münchner Kunstakademie fort, wo der junge Bildhauer sich mit Arbeiten Adolf von Hildebrands (1847–1921) auseinandersetzte. Nach Ende des Ersten Weltkriegs, in dem Lörcher als Sanitäter diente, berief ihn Bernhard Pankok (1872–1943) an die Württembergische Staatliche Kunstgewerbeschule auf den Stuttgarter Weißenhof, wo er der Abteilung für Modellieren vorstand. Als die Kunstgewerbeschule unter den Nationalsozialisten im Jahr 1941 mit der Staatlichen Akademie für Bildende Künste Stuttgart vereint wurde, blieb Lörcher bis zum Kriegsende im Amt.Standort: Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz, Pfeilerhalle im Erdgeschoss
DimensionsH x B x T (Maße der Pfeiler): 370 × 50 × 38 cm
MediumTerracotta-Platten
Object numberVBA-Sg-101
Exhibitions
1958/59
1958/59
Primary Maker: Peter Otto Heim