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Im Vorraum zum Hörsaal in der HNO-Klinik fällt der Blick auf die im ersten Moment ungewöhnliche Darstellung eines Kopfes, aufgesetzt auf einen langen Stab, den man auch als Sockel auffassen könnte. Bei näherem Hinsehen kann die Mimik der Person erkannt werden, und das im Gesicht stehende stille Lächeln fällt auf. Unterstrichen wird dies durch die hochgezogenen Mundwinkel und die Darstellung der Augenpartie.
Bei der weiteren Betrachtung fällt der Fuß des Stabes auf, der von einer Schlange umschlungen ist. Dies lässt an den Äskulapstab denken, der auch als Asklepiosstab oder Schlangenstab bekannt ist. Ursprünglich als Attribut des Asklepios, des Gottes der Heilkunde in der griechischen Mythologie, bezeichnet, steht er heute als Symbol für den pharmazeutischen und ärztlichen Stand. In der griechischen Mythologie war Asklepios der Gott der Medizin und der Heilung, der auf dem Weg zu Kranken immer eine Schlange mit sich geführt haben soll. Ihr wurden später verschiedene Fähigkeiten zugesprochen, wie etwa die Verjüngung – durch die Häutung der Schlange – oder die Heilkraft – durch die Extrahierung von Heilmitteln.
Elisabeth Wagner greift das Motiv des Asklepios als Metapher oder Zitat in der Kunst auf, interpretiert es auf neue Weise und bringt es direkt mit dem Menschen in Verbindung. Der Kopf, mit dem zuversichtlichen Blick im lächelnden Gesicht, steht bei dieser Skulptur sicherlich für kein bestimmtes Individuum. Es ist eine stellvertretende Person, die eine gewisse Rolle einnimmt und sich angenommen fühlt mit ihren Wünschen, Hoffnungen und Erwartungen.
Standort: HNO-Klinik, Elfriede-Aulhorn-Str. 5
NameSkulptur
Das Lächeln
DepartmentExterne Sammlungen
Künstler*in
Elisabeth Wagner
deutsch, geboren 1954
Künstler*in
Mark Noll
Date2001
Description„Auch der Körper kann als Material verstanden werden.“ – Elisabeth Wagner Im Vorraum zum Hörsaal in der HNO-Klinik fällt der Blick auf die im ersten Moment ungewöhnliche Darstellung eines Kopfes, aufgesetzt auf einen langen Stab, den man auch als Sockel auffassen könnte. Bei näherem Hinsehen kann die Mimik der Person erkannt werden, und das im Gesicht stehende stille Lächeln fällt auf. Unterstrichen wird dies durch die hochgezogenen Mundwinkel und die Darstellung der Augenpartie.
Bei der weiteren Betrachtung fällt der Fuß des Stabes auf, der von einer Schlange umschlungen ist. Dies lässt an den Äskulapstab denken, der auch als Asklepiosstab oder Schlangenstab bekannt ist. Ursprünglich als Attribut des Asklepios, des Gottes der Heilkunde in der griechischen Mythologie, bezeichnet, steht er heute als Symbol für den pharmazeutischen und ärztlichen Stand. In der griechischen Mythologie war Asklepios der Gott der Medizin und der Heilung, der auf dem Weg zu Kranken immer eine Schlange mit sich geführt haben soll. Ihr wurden später verschiedene Fähigkeiten zugesprochen, wie etwa die Verjüngung – durch die Häutung der Schlange – oder die Heilkraft – durch die Extrahierung von Heilmitteln.
Elisabeth Wagner greift das Motiv des Asklepios als Metapher oder Zitat in der Kunst auf, interpretiert es auf neue Weise und bringt es direkt mit dem Menschen in Verbindung. Der Kopf, mit dem zuversichtlichen Blick im lächelnden Gesicht, steht bei dieser Skulptur sicherlich für kein bestimmtes Individuum. Es ist eine stellvertretende Person, die eine gewisse Rolle einnimmt und sich angenommen fühlt mit ihren Wünschen, Hoffnungen und Erwartungen.
Standort: HNO-Klinik, Elfriede-Aulhorn-Str. 5
DimensionsHöhe: 245 cm; L x B (Basis): 60 x 43 cm
MediumGips, weiß lackiert (?)
Object numberVBA-Sg-124
Exhibitions
nach 27. Febr. 1607
nach 7. Jan. 1590
Primary Maker: Christoph Jelin
nach 19. August 1604
1914
2. Viertel 3. Jh.n.Chr.
1999, Original um 1946