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In Büchelers Kunst wird häufig der Gedanke der Vanitas und Vergänglichkeit thematisiert, ebenso der Gegensatz von Materialität und Immaterialität, von Leben und Tod. Vor diesem Hintergrund kann die Verwendung von Tageszeitungen für seine Flügel-Segel als ein Vanitas-Symbol gedeutet werden, denn während des Trocknungsprozesses der mit Leim bestrichenen Papiermasse verflüchtigt sich der Informationswert der Nachrichten mehr und mehr, bis sie ganz verblasst sind. Die Tübinger Flügel-Segel scheinen als ein Verbindungsglied zwischen Erde und Himmel, zwischen Diesseits und Jenseits zu fungieren.
Standort: Nuklearmedizin und Klinische Molekulare Bildgebung, Otfried-Müller-Str. 14
ObjektgattungInstallation
Im Schatten der Flügel
FachbereichExterne Sammlungen
Künstler*in
Josef Bücheler
geboren 1936
Datierung1999/ 2002
BeschreibungIm Jahr 2003 wurde auf dem Schnarrenberg der Neubau für die Nuklearmedizinische Klinik und die Isotopenlabore der Tübinger Universitätskliniken eröffnet. Für die Gestaltung des Foyers entschied sich die Kunstkommission Baden-Württemberg auf ihrer 253. Sitzung im Jahr 2002 für das Werk „Im Schatten der Flügel“ des in Rottweil lebenden Künstlers Josef Bücheler (*1936), das man bereits im Jahr 1999 erworben hatte. Die Rauminstallation besteht aus zwölf einzelnen, etwa sechs Meter hohen flügel- oder palmenartigen Elementen, die im Boden mittels Metallständer verankert sind. Diese zwölf Elemente sind aus Eschenholz, buntem Zeitungspapier, Graphit, Erde und Asche zusammengesetzt, verleimt und anschließend getrocknet. Bücheler bezeichnet seine Rauminstallationselemente als gebogene Ruten mit eingespannten Segeln. Auch die Assoziation mit übergroßen Pflanzenblättern ist sicherlich gewollt. In Büchelers Kunst wird häufig der Gedanke der Vanitas und Vergänglichkeit thematisiert, ebenso der Gegensatz von Materialität und Immaterialität, von Leben und Tod. Vor diesem Hintergrund kann die Verwendung von Tageszeitungen für seine Flügel-Segel als ein Vanitas-Symbol gedeutet werden, denn während des Trocknungsprozesses der mit Leim bestrichenen Papiermasse verflüchtigt sich der Informationswert der Nachrichten mehr und mehr, bis sie ganz verblasst sind. Die Tübinger Flügel-Segel scheinen als ein Verbindungsglied zwischen Erde und Himmel, zwischen Diesseits und Jenseits zu fungieren.
Standort: Nuklearmedizin und Klinische Molekulare Bildgebung, Otfried-Müller-Str. 14
MaßeHöhe (ca.): 600 cm
MaterialEschen, Papier, bunter Zeitung, Grafit, Erde, Asche
Objektnr.VBA-Sg-135
Ausstellung
1. Jahrhundert n. Chr.
eventuell 1965 (Quelle: Werbung Zeitschrift: Geographica Helvetica)
Spätes 3. Jh. n. Chr.
4. Jh. n. Chr.
3. Jh. n. Chr.
Peter Otto Heim
nach 1777